Freitag, 19. Juni 2020

Seite 27 - Ausbrüche der widrigen Qualitäten























{Rest des letzten Satzes von Seite 26:} sie auch von außen scheinen.
Die Lieb aber hat dieses Feuer für uns ausgestanden, und ist im Glauben die lieblichste Temperatur p.p.

So viel man sich im Willen an Gott übergiebet, so vieles giebet er uns von seinem Geiste. An übergebenden Willen ist alles gelegen, das ist das erste und das letzte am A. B. C. Christi in der Schule der Weißheit p.p.

Die Principia wohl zu unterscheiden hält alles innen, was uns in unserem Gemüthe, in unserem gantzen ? [unleserlich] der neuen Geburth zu Handen kommt, und stehet unser kindlicher Geist des Gebets darin gewestet, denn so bald wir denen Ausbrüchen der widrigen Qualitäten in unserem Willen anheben zu wehren, so errägen wir also bald Krieg, denn der Satan, der im Feuer-Grund und äußeren Gestirn sein Regiment und Sitz in uns hat, wird geallarmiret*, und setzte mit aller Macht von innen und von außen aufs Gemüth zu, wodurch wir angestrenget werden, und keine Ruhe haben, weder im Fleisch oder Beinen**, müßen uns aus uns selbsten aus aller Natur, in den übernatürlichen Grund in Gott erheben, und nach seinem Helfer in der Noth uns umsehen, als nemlich mit denen Lichts-Käften unser Gemüth schwängern, bis wir dieselbe durch unaufhörlich Gebet in uns Wesendlich worden, und damit im Gegengewicht wieder den Zorn stehen, und den Satan überwegen können, damit wird die Tiefe des Gemüths dann gantz lauter und helle, da die Principia wieder in ihre erste Ordnung, darinnen sie anfänglich stunden, gebracht werden, nicht in solchem Streit, sondern in einem freundlichen Liebe-Willen, da eine Gestalt, die andere zu ihrer Speise und Stärke einißet, und in solcher Harmonie die göttliche himmlische Tinktur worinnen Paradeiß und Wonne stehet, wieder ausgebähren.
Zuvor in währendem Kampf, muß sich die Seele im Feuer vom Teufel tapfer kratzen und peitschen laßen, damit sie ihres verborgenen Gifts, auch bösen Thiere im Äußeren los werden, und rein ausgebrandt in Gott gehen könne.
{Rest des letzten Satzes, der auf der nächsten Seite beendet wird: Weil im Feuer die eßentialeste Reinigung}

*) = alarmiert 
**) = Bein im Sinne von Knochen

Dienstag, 9. Juni 2020

Seite 26 - Das vollkommenste Gebet























{Rest des letzten Satzes von Seite 25:} einladen, auf daß ihr Liebe zueinander bekommt, und euch im Äußeren aneinander nicht verunbildet oder ärgert p.p.
d.d. 17. Sep. 1709 p.

Wir zünden in einem Hertzen an in der Liebe, wodurch die Jungfrau beweglich wird, das heißet: wo ihrer 2 oder 3 sich versammeln in einem Geist, und im Gebet Simphoniren, da bin ich in ihrem Mittel p.p.

Ihr erfahret nun in der That, was die die Gemeinschaft der Gläubigen in Christo zu thun vermag., und wann ihrer 2 oder 3 zusammen bitten, welch Gebet durch Hölle Zorn und Grimm durchdringet, und damit ist El. dann in das Bündlein der Lebendigen versammlet; haltet nur am Bande fest, so soll euch kein Satan vom Leibe Jesu Christi welcher ist seine geistliche Glieder hier auf Erden, in Ewigkeit reißen können p.p.
Ihr erfahret nun in der That, was die die Gemeinschaft der Gläubigen in Christo zu thun vermag., und wann ihrer 2 oder 3 zusammen bitten, welch Gebet durch Hölle
Das vollkommenste Gebet und Opfer vor Gott ist: Vater nicht mein, sondern dein Wille geschehe.
Wir salben und saltzen unsere Opfer allhier (mit der Noth der Brüder und Schwestern) mit der Unannehmlichkeit des Willens, womit wir uns heiliglich im Feuer des H. Geistes anzünden, da wir die Kraft dieses Salb-Öls und Saltzes der Weißheit von Gott nichts in Selbheit begehren. Unser Begehren ist ein Nicht-begehren, sondern ein übergebenes Liebe-Wollen, womit wir uns Gott geben, und Ihm Sein Hertz brechen, daß Er uns giebet, mehr wir wollen noch verstehen p. Wir müssen Gottes Feuer mächtig anblasen in unserm Glauben, und das Satans-Feuer den Drachen, damit auslöschen, welcher der Liebe in der Opposition gestanden. An diesem hänget die Sieges-Crone, und erndet man einen Geist, je nach dem man in einem Feuer brennt p.p.
Gottes Hunger ist ein Feuer: wenn er nicht Glauben findet, woran er sich in der Seele sättigen kann, so greifets ein, und brennt bis in die unterste Hölle, da alle des Menschen Werke im Feuer bleiben, wie schön {Rest des letzten Satzes, der auf der nächsten Seite beendet wird: sie auch von außen scheinen.} 


Donnerstag, 4. Juni 2020

Seite 25 - Die Harmonie des Geistes






















{Rest des letzten Satzes von Seite 24:} ihr mühseelig und beladen seid, ich will euch erquicken p.p.

Im ewigen oder inneren Grunde, stehet man in Gesellschaft aller Kinder Gottes, beides die nahe und ferne sein in Christus, worin der himmlische Lehrmeister, der H. Geist, dann das verborgene Buch unserer Menschheit aufschließet, und offenleget, wo wir die ewige Lection Seelen und Geistes recitiren¹ und aufsagen müßen, wo alle Menschen in der ewigen Tinctur in einander stehen, als ein Mensch, und die Ergäntzung im Geiste Christi im Vater ist, des Bruches und Rißes, welchen wir in Adams Fall empfangen; dahero man nicht mehr privatim für sich beten kann, als im äußeren Geist geschehen, weil sich Gott nicht von seiner Menschheit theilen läßet, Er ist nur ein Gott in Allen, die gantze Menschheit eine Menschheit: Also stehet man in Christo wieder in dem Gantzen, wo der himmlische Vater Seinen Sohn dann in unserm Geist gebierte, als die Licht-Welt p.

Also müßet ihr nun mit unsern Brüdern bei euch, eures Geistes Eßentien in der Liebe schärfen, und an dem Stein des Anstoßes Jesu Christi nur Hertz einziehen, darin leuchten, und sich lieblich darin ausgebähren, als in der Harmonia eures Geistes mit den Brüdern, und euch aller euer Bitte gewähren; welche Verborgenheit uns Gott im Anfang aufgeschloßen, wie die Jungfrau unserm Geist im Gebet aufging, und das göttliche Oraculum zu mir sagte: du mußt nur auf diesem Wege der H. Nachfolgung Christi nicht mehr in deinem Geist allein beten, sondern als ein göttlich Instrument deines Geistes Saite mit denen Saiten deiner Brüder in dir zusammen faßen, und schlagen, auf daß eine göttliche Harmonie und Sinfonie werde, so will ich dir all deine Gebäte ausgebähren; keinen andern Ton nimmt Gott ein!
Welches Wort des göttlichen Raths und Willens, durch alle Involutionen² des Zorns und Grimms, nun in seiner höchsten Erfüllung sich ausgebieret, wo der Geist Gottes in den Gebeten, auf dem wohl zugerichteten brüderlichen Instrument das Lied des Lammes nun völlig anstimmet; so die rechte Braut-Musik der Bräute des Lammes ist, zu welcher Hochzeit wir euren Geist dann {Rest des letzten Satzes, der auf der nächsten Seite beendet wird: einladen, auf daß ihr Liebe zueinander bekommt, und euch im Äußeren aneinander nicht verunbildet³ oder ärgert p.p. 

¹) rezitieren = ablesen
²) Invoultion = Rückbildung
³) verunbilden = veraltet für beleidigen

Freitag, 29. Mai 2020

Seite 24 - Berge der Trübsal






















{Rest des letzten Satzes von Seite 23:} das Principium, dem man sich im ringenden Lebens-Rad ein geben: daßelbe Gestirn füget dem Menschen, daß der Mensch das Principium Willen führet, das andere ist ihme verschloßen.
Denn ein jedes Principium sein eigen magisch Gestirn in sich hat, es sei im Licht oder Finsterniß, so eine Sucht ist, so den Geist infectiret.
Warum wir nicht im Sp. M. müßen, sondern durch den Luft- und Feuer-Grund durch, zu Gott eindringen, daß unser Geist das himmlische Feuer der göttlichen Tinctur im Blut Christi erreichen; darin haben wir ein fix Gestirn, so lauter göttliche Kräfte in der Seelen sind, die nicht nur die unteren Himmel bändigen, und in ein Paradeis verwandeln können, sondern auch ein Auge der göttlichen Weißheit sind, so unsere gantze Tiefe durchleuchtet, und den Satan auswirft, dahero Böhm saget, daß wir nicht Thiere sein müssen, sondern über das äußere Luft, und innere finstere Gestirn herschen müßen, sonst sey all unser Thun eitel p.p.
d.d. 3. ?br. 1705

Was anlanget Ernst und Gelaßenheit, so ihr in denen mistischen [mystischen] Schreibern nicht einigen könnt, hoffen wir, die Erfahrung soll euch wohl die Balance im Gemüth zeigen, nach dem Spüch-Wort, Noth lehret beten, da alles historische Wißen im Feuer hinfället p.p.
d.17. Aprill 1700

El. wird überhaupt Anlaß finden, wie sie ihr Gemüth in sich recolligiren*, und Sinnen und Gemüth in eines versammeln können, worin unser Wandel mit Gott stehet. Wo er sich mit seinem Geist der Kraft der Seelen offenbaret, und ihre Gebete erhöret, welche Versammlung Gemüths und Sinnen kein äußer natürlich Werk, wo man sich par farce** Sinnlos machen will, mit Erstarrung des äußeren Thier-Menschens, gleich die Vernunft, doch alles nachmachen will, was die siehet den inwendigen Geist thun; Nein! Es ist ein Ausgehen aus sich selber, wo die Seele mit Bergen der Trübsal beladen ist, wo sie zu ihrem Retter eingeht und Hülfe findet, da er heißet: Kommt her zu mir alle, die {Rest des letzten Satzes, der auf der nächsten Seite beendet wird: ihr mühseelig und beladen seid, ich will euch erquicken p.p.}

*) recolligieren = erholen
**) per farce = durch eine Farce

Donnerstag, 28. Mai 2020

Seite 23 - Die sanfte Qual























{Rest des letzten Satzes von Seite 22:} und eigenen Würken.
Es ist ein Feuer-Rad, da aller dreier Prinzipien Geist als ein Geist im Gebet in einander ist; aber da im Bewegen, einer aus dem anderen gehet, und einer dem anderen giebet. Ein jedes Principium will im Bilden Primas sein. Der äußere Geist dringet vor, und daran muß der Wille unannehmlich i.e.* gelaßen sein, wegen des Grimmen-Stachels, der drei ersten Gestalten, worin die Turba**, darauf folget der erste Feuer-Geist des ersten Principii, daran muss der Wille abermal unannehmlich sein, weil in seiner Anzündung der Quahl-Wurm des finsteren Abgrunds ist, welcher ebenfalls zu rauh, und wovor die Jungfrau fliehet; damit ist die Eigenheit dann zugesiegelt.
Zuletzt kommt der innere Lichts-Geist, der anderen Principii, die sanfte Qual der der großen göttlichen Demuth, und diese ist der Schlüssel, welcher die Jungfrau der himmlischen Gebärerin öffnet; Er ists auch, der mit aufgedecktem Angesicht in den jungfräulichen Spiegel schauen kann und mag, und durch den Inneren auch in den Äußeren.
An diesen sanften Qual-Geist haben wir uns all die Zeit von 21 Jahren gehalten p.p.
d. 3ten Apr. 1707

Weme Gott die Inwendigkeit aufschließet, der findet, daß die Principia in voller Erndte stehe, und mächtig in die Scheuren** einfahren; seelig ist, wer Gott über alle Dinge aus gantzem Hertzen, Seelen und allen Kräften liebet, und Ihm anhänget, und sein H. Licht zum Führer hat, weil die Principia sehr nahe in einander stehen, die den Geist mit einem Gedanken verrücken können, dahero stetiges und ernsthaftes Gebet und wachen nöthig ist, daß uns Gott vor guter Meinung bewahre; denn wenn wir uns nicht selbst Wege in der Vernunft machen müßen, darin Gott dienen zu wollen, sondern uns in Gottes Regierung mit Hertz und Seelen, beides inwendig und auswendig übergeben, damit uns Gott auf den Weg des ewigen Lebens bringen möge, sonst machen wir nichts Gutes, unser Thun hat auch keinen Bestand, sondern zerbricht mit der Zeit.
Wie wir denn genugsam befinden, an vielen Gemüthern, so im Anfange große Eiferer gewesen, jetzo aber stehet ihr Ofen nicht nur Eiskalt, sondern sind beides ihnen selbst als andern ein rechter Ekel, das macht {Rest des letzten Satzes, der auf der nächsten Seite beendet wird: das Principium, dem man sich im ringenden Lebens-Rad ein geben: daßelbe Gestirn füget dem Menschen, daß der Mensch das Principium Willen führet, das andere ist ihme verschloßen.}

*) id est = das heißt
**) Turba = Turba Philosophorum, einer der ältesten lateinischen Texte der Alchemie
***) Scheuren = Scheunen


Mittwoch, 27. Mai 2020

Seite 22 - Des Geistes Pforten






















{Rest des letzten Satzes von Seite 21:} Hunger ist unersättlich, so gar, daß er Gott und Himmelreich nicht kann gesättigt werden, sondern im dürren Hunger bleibet, denn der tiefe Abgrund sein Schlund ist; dahero kein Wunder, daß er dem Gemüthe nicht wieder austheilet, und ihr bei euren langweiligen Gebäten ohne Kraft bleibet p.p.
d. 22 Decbr. 1706

Hier verstehet man auch des Geistes Pforten mit dem Gebet, und wovon die harten Kämpfe zwischen Glauben und Zweifel herkommen? Der Geist des Gebets dringt in den inwendigen Menschen (darin der Tempel Gotts) in Gott als das Jah, wo es dann sein Gradus¹ von innen durch die Finsternis und Feuer ins Licht hat und bildet mit der Immagination des Glaubens das Model des Gefaßeten im Willen, zugleich dringt der Drache aufm Rücken mit dem Zweifel hinauf in den äußeren Spiegel, und ziehet das Jah in Nein.
Hie muß sich nun der Geist überformen, und die Immagination aus dem äußeren Spiegel heraus ziehen, und sich in den jungfräulichen Spiegel des Lichts imaginiren. Denn er hat beide in seiner Idea², und sind nur ein einig Auge oder Globus, vor sich die Himmlische Sophia, hinter sich die astralische oder äußere Sophia, welche letzte aber keine Jungfrau mehr, sondern vom Teufel inficiret oder geschwächet ist worden, und in welche auch der Satan mit dem Zweifel sich einflicht, wie bereits gedacht; aber wenn in der Bildung das Ja mit oder durch den Willen-Geist sieget, so wird das Nein vom Jah verschlungen, und der Satan muß den äußeren Spiegel verlaßen, und wird den Rücken hinunter geworfen auf die Erde der stinkenden Excrementen, womit dann der äußere Spiegel auch Licht wird, also daß die Kräfte Farben und Tugenden darin sehr paradeisisch erscheinen, und in ineinander und durch einander inqualiren³ und wirken; worin die äußere Sophia ein recht Gegenbild der Innern ist, aber in Principia von einander geschieden, rechte Geschwister, die äußere ist heilig, die Innere Allerheiligst; dieser ist das Amen und Jah im Gebet, in Hertz und Sinn und Gemüth. Hie habt ihr die Pforte des Durchbruches in der Tiefe.
Ehe aber ein Anfänger zu diesem Stande kommt, ereignen sich in der Anzündung der Gestalten im Feuer, die Lectiones mit dem gelaßenen {Rest des letzten Satzes, der auf der nächsten Seite beendet wird: und eigenen Würken.} 

¹) gradus = Stellung, Stufe, Rang
²) idea = Urbild, Idee, Ideal
³) inqualieren = übereinstimmend wirken

Dienstag, 26. Mai 2020

Seite 21 - Der Drachen-Wurm

Die Seele muß ihrem Drachen-Wurm absterben, und demüthig in der Mutter ruhen und sich der Creutz-Geburt und aller Wiederwärtigkeit unterwerfen, und ihr Himmel und Hölle Licht und Finsterniß eben lieb und egal um Christi Willen werden, damit wird ein ander Geist in der Begierde gebohren werden, welches der sanfte Lichts und H. Geist des Gebets heißet, und in Gott aufsteigen, hiemit bleibet der Drache als ein Salamander im göttlichen Feuer ruhen, welches seine sanfte Wonne und Himmel ist; über diese Gräntzen muß er nimmermehr kommen, denn die Jungfrau läßt ihn in ihren Lichts-Himmel nicht ein, er ist zu ungebärdig, und wenn er das Licht erreichet, flieget er [da]mit über die Thronen aus.
Aus diesem wird El. nun verstehen, durch göttliche Erleuchtung den Geist des Gebets Christi, welcher nicht ruft oder schreiet, und deßen Stimme man auf der Straße nicht höret; das Eli, Eli, Lamma Sabachtani* am Creutz rufen mit großem Geschrei und Thränen. Hebr. V. hat eine andere Lection p.p.
d. 1. Mai 1708

Der finstere Welt-Hunger wird von dem Licht-Hunger im Liebe-Feuer verschlungen werden, so euer Gemüth recht mäßig, und allezeit nüchtern wird machen, daß ihr den Hunger Gottes nach euren Gebets von dem Hunger Gottes der finsteren Welt klar werdet unterscheiden können, und Gottes Tempus, da Er unsere Gebete einißet ordentlich erkennen, auch den großen Unterschied in euch befinden, zwischen Gott und Natur; indem Gott unser Gebet zwar einißet, aber Seine Lichts-Wesenheit und Kraft unserer Seelen hinwieder mittheilet, daß also ein stets währendes unaufhörliches Eßen oder Beten ist, obwohl auf eine eßentiale Art, gleich wie unser natürliche Magen nach Speiß und Trank zu gewohnter Zeit hungert, und wenn er sein Mahl eingenommen, seinen Mund wieder schließet, und hinwiederum alle Eßentien und Glieder des Leibes speiset, daß also ein stetes Eßen auch ist; so bald der Magen den empfangenen Vorrath gantz ausgegeben, beginnt das Feuer wieder zu hungern nach neuer Speise.
Also auch mit dem göttlichen Feuer zu verstehen ist, welches mit unseren Gebeten gespeiset wird.
Der finsteren Welt, oder des Drachen {Rest des letzten Satzes, der auf der nächsten Seite beendet wird: Hunger ist unersättlich, so gar, daß er Gott und Himmelreich nicht kann gesättigt werden, sondern im dürren Hunger bleibet, denn der tiefe Abgrund sein Schlund ist; dahero kein Wunder, daß er dem Gemüthe nicht wieder austheilet, und ihr bei euren langweiligen Gebäten ohne Kraft bleibet p.p.} 

*) Eli, Eli, lāmā azav’tāni = Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ausruf Christi am Kreuz